Angercore “Time Reveals” on Dosenmusic.de

Posted by admin on April 30 2009 Add Comments

2003 entstanden aus den Überresten von verschiedenen Punk und Hardcore Band schlugen Angercore eine neue Richtung ein. Ruhiger, ohne gänzlich ihre musikalische Herkunft zu verleugnen, brachten sie 2004 ihre erste EP raus. Nach Heavy Rotation in den Radios folgte 2007 nach einigen Mitgliederwechseln die erste Arbeit an einer bevorstehenden Full Length. „Time Reveals“ erblickte 2008 bereits das Licht der Welt nun soll sich Zeigen ob die Zeit wirklich alles offen legt.
Wer bei dem Namen auf aggressiven Hardcore oder Post-Hardcore hofft, wird sich verdutzt umschauen. Angercore bieten rockigen Emocore a la Lost Prophets. Die Stimme des Frontmans ist erstmal sehr gewöhnungsbedürftig, doch wenn er singt hat es einen gewissen Reiz. So ist auch der Refrain im Opener durchaus elegant und angenehm. Musikalisch siedeln sich Angercore irgendwo zischen, Rock, Emo, Hardcore und Punk an. Mit Angercore wird definitiv versucht, Enter Shikari und Konsorten zu kopieren. Trotzdem hat die Band ein eigenes Gesicht, was weitestgehend an der stimmlichen Präsents des Frontmans liegt. Der neben gehauchten Spokenwords, Punkmitgröhlrefrains, Hardcorescream und normalen Rockgesang alles in die Schale wirft. Wie gesagt man muss sich aber definitiv an ihn gewöhnen. Doch hat man dies hinter sich gelassen, macht das Album erstaunlicherweise richtig Spaß. Die Songs gehen gut ins Ohr ohne sich dabei anzubiedern. Es wird viel auf Rhythmusbrecher gesetzt. Die dich oft auch dem Tanzrhythmus rausreißen dennoch erwischt man sich sehr schnell beim Mitsingen. Neben zahlreichen groovigen Klängen die an ein wenig mit elektronischen Spielereien verstärkt werden, bietet Angercore nicht viel. Rockiges Schlagzeug, nette Melodien und eben diese Groovige Atmosphäre, die eindeutig heißen Discoabenden gewidmet ist. Musik bei der man sich an das weibliche Geschlecht herantanzen kann. Die Italiener wissen halt wie es geht. Der Bass muss dröhnen, die Gitarren sich mit zarten Melodien im Hintergrund halten und der Gesang irgendwo zwischen hart und verständnisvoll erotisch angesiedelt sein. Genau dies schaffen Angercore auf guten 33 Minuten Spielzeit. Kein Masterpiece aber ein gelungene Abwechslung zum Moshigen Haudraufallerlei. Mit „The End“ wird dann ein ruhiger Ausstieg gewählt der sogar mit einer Posaune aufwartet.

9/15

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